home weitere Holzfragen Links zum Thema
Gebrauchsklassen (Gefährdungsklassen)
Resistenzklassen
Wechselspiel Resistenz / Gefährdung
Nutzungsklassen nach DIN 1052
Festigkeitsklassen nach EN 338 und Festigkeitsklassen nach DIN 1052
Sortierklassen nach DIN 4074
Auswahl der richtigen Holzart
Sicherheit durch Farbkernhölzer!
Dauerhaftigkeit wichtiger Holzarten
Holzwerkstoffplatten, Gebrauchsklassen
Anforderungen an Vollholz
Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350-2
und Resistenzklassen nach DIN 68364 )*

Natürliche Dauerhaftigkeit ist die dem Holz eigene Widerstandsfähigkeit gegen einen Angriff durch holzzerstörende Organismen.

Die Klassifikation erfolgt nach DIN EN 350-2.

Dabei gibt es die Bereiche,

dauerhaft gegen

  • holzzerstörende Pilze
  • holzzerstörende Insekten, wie Hylotrupes bajulus, Anobium punctaum, Lyctus brunneus und Hesperophanes cinnereus
  • Termiten
  • Holzschädlinge im Meerwasser

Klassifikation der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen holzzerstörende Pilze
1 sehr dauerhaft z.B. Afzelia, Maobi, Bilinga, Greenheart, Padouk, asiat. Teak, Makoré
1-2 . z.B. Robinie *)
2 dauerhaft z.B. europ. Eiche, Edelkastanie, amer. Western Red Cedar, Bankirai, Bubinga, Merbau, Bongossi, Mahogany
2-3 . z.B. Yellow Cedar, amerik. Weißeiche
3 mäßig dauerhaft z.B. Pitch Pine
3-4 . z.B. europ. Lärche, europ. Douglasie
4 wenig dauerhaft z.B. Tanne, Fichte, Ulme, amerik. Roteiche, Yellow Meranti,
5 nicht dauerhaft z.B. Birke, Buche, Esche, Linde, White Meranti
Klassifikation der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen Hylotrupes bajulus *, Anobium punctatum, Lyctus brunneus und Hesperophanes cinnereus **
D dauerhaft
z.B. Hylotrupes bajulus: Brasilkiefer, Sugi
S anfällig
z.B. Anobium punctaum: Kiefer, Lärche, Ulme, Eiche, Robinie, Walnuss, Esche, Buche, Erle, Douglasie, Eibe
SH auch Kernholz ist als anfällig bekannt
z.B. Hylotrupes bajulus: Tanne, Fichte
* nur Nadelholz
** nur Laubholz, kommt in Südeuropa vor
Klassifikation der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen Termiten
D dauerhaft z. B. Robinie, Maobi, Walaba, Bubinga, Bongossi, Wenge, Afrormosia, Padouk, Bankirai
M mäßig dauerhaft z. B. Edelkastanie, europ. Eiche, American "Cedar", Basralocus
S anfällig Do, Fi. Ki. Lä , alle Merantiarten, Mahogany
Klassifikation der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen Holzschädlinge im Meerwasser
D dauerhaft z.B. Basralocus, Greenheart
M mäßig dauerhaft z.B. Afrormosia, Azobé, Bilinga, Sapelli, asiat. Teak
S anfällig .

Ein sehr interessantes Informationsblatt mit weitergehenden Angaben dazu (Lebenserwartung der

zum Textanfang
verschiedenen Klassen im Erdkontakt, Möglichkeiten und Grenzen der Kesseldruckimprägnierung usw.) bietet die Firma Heinrich Fahlenkamp als PDF-Dokument zum download !

Zuordnung der einzelnen Holzarten zu diesen Dauerhaftigkeitsklassen: Mitteleuropäische Arten , Tropische Arten.

Neben der Klassifizierung nach der natürlichen Dauerhaftigkeit nach der EN 350-2 gilt für das Bauwesen in Verbindung mit der DIN 68800 die alte Klassifizierung in Resistenzklassen nach DIN 68364. Hier geht es um die Eigenresistenz gegen holzzerstörende Insekten und Pilze.

Resistenzklassen nach DIN 68364 (1979) )* (Eigenresistenz der jeweiligen Holzart gegenüber holzzerstörenden Insekten und Pilzen)
Resistenzklasse Dauerhaftigkeit heimische Holzarten importierte Holzarten
1
sehr dauerhaft
keine
sehr viele tropische Baumarten, z.B. Afzelia, Kambala, Bongossi, Teak
1-2
.
Robinie*)
.
2
dauerhaft
europ. Eiche (z.B. Stiel- oder Traubeneiche), Edelkastanie
Western red cedar
3
mäßig dauerhaft
europ. Lärche. Douglasie
.
3-4 . Kiefer .
4
nicht dauerhaft
Fichte, Tanne
Hemlock
5
vergänglich
Buche, Birke. Erle, Pappel, Esche, Rosskastanie, Platane
.
*) Wichtiger Hinweis: In der DIN 68364 Ausgabe 2003 sind die Resistenzklassen nicht mehr aufgeführt. Im Bauwesen hat die DIN 68364 (1979) noch Bestand. In der DIN 68800-3 (1990) wird im Abschnitt 2.2.2 bis 2.2.4 (Vorliegen fehlender Notwendigkeit für chemische Holzschutzmaßnahmen) die Gefährdungsklasse "0" mit den Resistenzklassen der DIN 68364 (1979) definiert. (06.06.2008)

*) Hinweis: Bei Robinie ist das adulte Kernholz als dauerhaft nach 1 einzustufen, ihr juveniles Kernholz (die ersten 7-15 Jahrringe) ist als wenig dauerhaft nach 4 einzustufen (Dreiner 2007).

zum Textanfang

[zurück zur vorigen Seite ]    [zurück zur Übersicht ]     home home     (c) 2007 by Sachverständigenbüro für Holzschutz